Essilor und die Renault Gruppe bündeln ihr Fachwissen, um die Sehanforderungen im Straßenverkehr besser zu berücksichtigen und damit die Verkehrssicherheit zu verbessern.

Anlässlich der diesjährigen weltweiten Woche der Verkehrssicherheit der Vereinten Nationen (06. bis 12. Mai 2019) haben Essilor und die Renault Gruppe die Unterzeichnung einer Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MOU) für einen Zeitraum von zwei Jahren angekündigt. Ziel ist es, gemeinsam das Bewusstsein für die Bedeutung von gutem Sehen für die Verkehrssicherheit zu steigern und nach innovativen Lösungen zu forschen, die das visuelle Erleben insbesondere der Autofahrer verbessern.

Wie Untersuchungen zeigen, hat weltweit jeder fünfte Fahrer eine unkorrigierte Sehschwäche, und 90 Prozent der zum Fahren benötigten Informationen werden über das Auge aufgenommen. Das Zusammenspiel von Brille und den Interface-Systemen im Auto bei Tag und Nacht ist offensichtlich entscheidend. In naher Zukunft wird dieses Zusammenspiel voraussichtlich mit der Entwicklung intelligenter und vernetzter Geräte weiter zunehmen, die wertvolle Verbesserungen und zusätzlichen Nutzen für die Kunden bieten. In diesem Zusammenhang zielt diese neue Partnerschaft auf Folgendes ab:

  • Entwicklung globaler und lokaler Kampagnen zur Sensibilisierung für die Wichtigkeit von gutem Sehen und Sehtests bei Kunden und Mitarbeitern von Renault. In dieser Woche werden bestimmte Aktivierungen frühere Aktionen verstärken, die während der Renault „Mobilize“-Tage und des World Sight Day gestartet wurden.
  • Verbesserung des Zusammenspiels von Sehen und Fahrerlebnis durch einen fachübergreifenden Know-how-Transfer und Produktinnovationen. So werden zu wichtigen Anwendungen Expertenworkshops entwickelt, darunter Blendung bei Tag und Nacht, Blickwechsel zwischen Straße und Cockpit, peripherer und zentraler Fokus der Aufmerksamkeit sowie Mensch-Maschine-Schnittstellen wie Lesbarkeit und Farbwahrnehmung.

„Diese Zusammenarbeit mit der Renault Gruppe verspricht Ergebnisse, die das Sehen im Straßenverkehr verbessert. Wir sind sicher, dass diese Partnerschaft zwischen zwei auf ihren Gebieten führenden Unternehmen eine einzigartige Gelegenheit bietet, das öffentliche Bewusstsein einer breiteren Zielgruppe für gutes Sehen zu wecken. Die Kombination unserer jeweiligen Expertise führt zu einem besseren visuellen Erleben für die Fahrer und trägt zur Mission von Essilor bei, das Leben zu verbessern, indem das Sehen verbessert wird“, so Laurent Vacherot, Vorstandsvorsitzender von Essilor International.

„Mit dieser führenden branchenübergreifenden Zusammenarbeit mit Essilor möchten wir die Bedeutung des Sehens für die Fahrer hervorheben und unser Wissen in diesem Bereich weiter verbessern. Die Renault Gruppe beweist damit ihr Engagement für sichere Mobilität und zeigt auf innovative Weise, dass das Kundenerlebnis im Mittelpunkt der technischen Leistungen und Eigenschaften unserer Fahrzeuge steht, wobei wir die künftigen Vorteile einer vernetzten Welt im Blick haben“, ergänzt Nadine Leclair, SVP Expert Fellow der Renault Gruppe.

Zusätzlich zu dieser neuen Zusammenarbeit engagieren sich beide Partner unabhängig voneinander im Rahmen von Maßnahmen zur Förderung der Straßenverkehrssicherheit.

Im Jahr 2017 haben sich Essilor und die Féderation Internationale de l’Automobile (FIA) zusammengetan, um den Kampf gegen das mangelnde Bewusstsein für den Zusammenhang zwischen Sehen und Verkehrssicherheit anzuführen. Gemeinsam werben sie für die von der FIA entwickelte Goldene Regel „Check your Vision“, die gleichrangig neben anderen Hauptrisikofaktoren im Straßenverkehr (Geschwindigkeit, Sicherheitsgurte, Handynutzung usw.) steht. Im Einklang mit seiner Mission ist Essilor bestrebt, seine Produktpalette mit Lösungen, die den besonderen Sehbedürfnissen der Fahrer entsprechen, weiter zu verbessern und Innovationen zu nutzen, um das Sehen aller Verkehrsteilnehmer (Fahrer, Fußgänger, Radfahrer u.a.) zu korrigieren, zu schützen und zu verbessern.

Die Straßenverkehrssicherheit ist eine der wichtigsten Säulen von Mobilize, der Social Responsibility Strategie der Renault Gruppe. Die Gruppe ist bereit, die Sterblichkeit zu senken und die Herausforderungen der künftigen Mobilität zu antizipieren, indem sie eine Verkehrssicherheitsstrategie ausbaut, die auf Bewusstseinsbildung, Prävention, Korrektur, Schutz und Rettung beruht. Zu dieser Strategie gehören u.a. die Entwicklung einiger Fahrerassistenzsysteme (Advanced Driver Assistance Systems, ADAS), die Spende neuer Fahrzeuge für die Ausbildung von Feuerwehrleuten, die Entwicklung verschiedener Mitarbeiter-Trainings oder Schulungsprogramme für die Sicherheit im Straßenverkehr und nachhaltige Mobilität. Dazu gehört auch die Gründung des Labors für Unfallmedizin und Biomechanik (LAB) zusammen mit PSA Peugeot-Citroën vor 50 Jahren, wo u.a. Unfallursachen und menschliches Verhalten im Straßenverkehr erforscht werden.



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