Die Gesellenprüfung stellt den Abschluss der Augenoptikerausbildung dar. Gleichzeitig markiert sie den Einstieg ins Berufsleben als Augenoptikergeselle. Damit die praktische Prüfung gelingt und die Auszubildenden „entspannt“ in die Prüfung gehen können, bietet das Bildungszentrum Augenoptik (BZAO) Crashkurse zur Prüfungsvorbereitung an.

Die Bildungszentren Augenoptik in Dortmund und Düsseldorf sind Bildungseinrichtungen des Augenoptiker- und Optometristenverbandes NRW. Rund 1.000 Auszubildende werden hier jährlich überbetrieblich geschult. Zudem finden hier die Gesellenprüfungen statt. Die Bildungszentren in Dortmund und Düsseldorf bieten hierfür die besten Voraussetzungen mit ihren Multifunktionsräumen und modernen Geräten. Sie werden kontinuierlich modernisiert und technisch auf den neuesten Stand gebracht, um dem beruflichen Nachwuchs der Branche die besten Optionen zu Aus- und Weiterbildung zu bieten. Dem hohen Anspruch an die Bildungszentren trägt aktuell auch die Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2008 Rechnung, die 2015 erstmals durchgeführt wurde. Die Zertifizierung gilt für den Bereich Planung, Organisation und Durchführung der Überbetrieblichen Ausbildung im Augenoptikhandwerk. Mit der Einführung eines Qualitätsmanagementsystems werden die bestehenden Prozesse in den Bildungszentren weiter optimiert, um so auch zukünftig die hohen Anforderungen an die Qualität des Bildungsangebots sicherzustellen.

Der Crashkurs folgt keiner festen Planung. Wer was wann machen möchte, entscheidet jeder Teilnehmer selbst. Der Kurs dauert einen Tag – genauer acht Stunden, um 8 Uhr geht es los und um 16 Uhr endet der Kurs. Die Werkstatträume sind hell und modern eingerichtet. Es gibt mehrere Arbeits- und auch spezielle Lötplätze sowie die Möglichkeit zu Theorieschulungen. Da es keinen steifen „Lehrplan“ gibt, ist jeder Kurs anders. Jeder Teilnehmer hat die Möglichkeit, individuell Fragen zu stellen und seine ganz persönlichen Schwächen anzugehen.
Ergänzt wird das individuelle Arbeiten durch Einheiten, die allen angeboten werden, die aber wiederum freiwillig sind. So können die Teilnehmer beispielsweise einem der Ausbilder beim Löten mehr als nur „über die Schulter“ schauen. Denn es gibt die Möglichkeit, bestimmte Arbeiten auf einem großen Bildschirm zu zeigen, sodass die Kursteilnehmer alle Handgriffe genau sehen können. So wird zum Beispiel noch einmal auf die Feinheiten des Lötens eingegangen. Die Teilnehmer erhalten Kenntnisse darüber, wie die zu lötenden Materialien vorbereitet werden müssen. Außerdem lernen sie mehr über verschiedene Abdecktechniken, aber auch über verschiedene Techniken der Lotanbringung. Vor allem das Löten ist heiß begehrt bei den Auszubildenden, denn viele kommen gerade dazu nicht in ihren Betrieben, oftmals auch einfach deshalb, weil die entsprechende Ausstattung fehlt – wo wird auch heute noch regelmäßig selbst gelötet. Aber auch Techniken wie Schleifen oder Rillen werden intensiv geübt. Arbeiten, die sonst auch gern einmal der Automat übernimmt, in der Prüfung müssen die angehenden Augenoptiker dieses Handwerk aber beherrschen. Ziel des BZAO ist es sicherlich nicht, die komplette handwerkliche Ausbildung aufzufangen. Das kann und soll nicht geleistet werden. Die Crashkurse sind aber eine sinnvolle und gute Ergänzung und ermöglichen es den Auszubildenden mit einer größeren Sicherheit in ihre Prüfungen zu gehen.

Das Feedback der Kursteilnehmer fällt gut aus. Für die meisten Teilnehmer ist die Möglichkeit, sich vorab mit Räumlichkeiten und Geräten vertraut zu machen und besonders, an individuellen Defiziten in einer entspannten Atmosphäre mit fachkundigen Ansprechpartner in der Nähe zu arbeiten, lohnenswert. So vorbereitet kann die Prüfung kommen.



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