AOV NRW kämpft für die Berufsrechte der Augenoptiker und Optometristen in Nordrhein-Westfalen

In der vergangenen Woche hat der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) über die Heil- und Hilfsmittelrichtlinien entschieden. In absolut unverständlicher Weise hat sich der Ausschuss aus Ärzten und Krankenkassen dafür ausgesprochen, dass Anspruchsberechtigte nach dem HHVG stets eine augenärztliche Verordnung benötigen, wenn sie eine Sehhilfe zu Lasten der GKV erlangen möchten. Die Entscheidung fiel hierbei zu Ungunsten der Augenoptiker und auch der anspruchsberechtigten gesetzlichen Versicherten aus. Sie werden künftig gezwungen, für Sehhilfen zu Lasten der Krankenkasse pauschal den Augenarzt aufzusuchen. Dabei waren die gesetzlichen Krankenkassen auf der Seite der Augenoptiker. Das Bundesgesundheitsministerium hat jetzt binnen acht Wochen die Möglichkeit diese Entscheidung des BGA zu beanstanden.

Der ZVA und der AOV-NRW werden diese Entscheidung, die klar gegen das Berufsrecht verstößt, nicht hinnehmen und aktiv die Rechte unseres Berufsstandes zu wahren suchen!

Dies wird auf politischem und juristischem Wege erfolgen.

So werden wir aktiv die Öffentlichkeit informieren und mit zielgerichteter Krisen-PR auf die Fehlentscheidung und ihre Konsequenzen für Augenoptiker und Verbraucher hinweisen. Daneben werden wir natürlich auch alle Möglichkeiten nutzen, in den nächsten Tagen und Wochen mit den politischen Entscheidungsträgern und den Ministerien und Ministern in Bund und Land Gespräche zu führen, um dieser Fehlentwicklung entgegen zu treten. Zudem werden wir mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln die notwendigen Klagen des ZVA bis hin zum Verfassungsgericht unterstützen.

Ein Schreiben an den Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW Karl-Josef Laumann ist von uns bereits versandt worden. Der ZVA hat ein Schreiben an den Bundesgesundheitsminister Gröhe auf den Weg gebracht.

Gemeinsam mit dem ZVA werden wir alles tun, das Ministerium für eine Beanstandung der Entscheidung im Sinne der Augenoptik (Folgerefraktion durch Augenoptiker) zu gewinnen.

Nutzen auch Sie die Kontakte, die Sie zu Politikern, insbesondere Bundestagsabgeordneten, besitzen und schreiben Sie an diese Politiker in Ihren Regionen. Es geht um ihr Refraktionsrecht, das wir gemeinsam in den 60er und 70er Jahren erfolgreich durchgesetzt haben.

Innungsmitglieder in Nordrhein-Westfalen erhalten Formulierungsvorschläge und Hilfestellung dazu in der Geschäftsstelle des AOV NRW.

Nehmen Sie gerne Kontakt auf! (https://www.aov-nrw.de/aov/kontakt-aov/)



Augenoptiker- und Optometristenverband NRW
(Landesinnungsverband)
Ruhrallee 9
44139 Dortmund

Telefon 0231 55 22-100
Fax 0231 55 22-111
E-Mail info(at)aov-nrw.de ×