Dortmund, 01.07.2014: Die Nachfrage nach größeren augenoptischen Fachgeschäften (400T Euro netto Jahresumsatz und mehr) ist im ersten Halbjahr des Jahres 2014 deutlich angestiegen. Dies führt dazu, dass sich auch die Kaufpreise für Geschäfte in diesem Marktsegment nach oben entwickeln. Das geht aus einer Erhebung der AOS Augenoptiker Service GmbH aus Dortmund hervor, die durch viele Unternehmensbewertungen sowie Vermittlung und Betreuung von Geschäftsverkäufen bzw. Nachfolgeregelungen in der Augenoptik und der Hörgeräteakustik deutschlandweit einen umfassenden Branchenüberblick hat.

Die Schere von Verkaufspreisen für augenoptische Fachgeschäfte über alle Betriebsgrößen, Positionierungen und Betriebstypen  geht damit noch weiter auseinander und liegt in ersten Halbjahr 2014 bei Werten zwischen ca. 19% und bis über 71% eines Jahresumsatzes. Das berichtet Stefan Herburg, Geschäftsführer der AOS Augenoptiker Service GmbH.

Das Gerücht, dass sich der Kaufpreis eines Fachgeschäftes in der Augenoptik durch eine Faustformel, z.B.  „x% vom Umsatz“ oder „y-facher Gewinn“ berechnen ließe, hält sich hartnäckig. Sowohl für den Verkäufer als auch den Käufer kann der mit einer Faustformel berechnete Preis ein sehr schlechtes Geschäft bedeuten. Das ist auch verständlich, denn wichtige Einflussfaktoren wie Lage des Geschäftes, die Inhaberabhängigkeit, die Mitarbeiterstruktur, die Güte und Höhe des Anlage- und Umlaufvermögens, die Strukturdaten des Ortes, der Investitionsbedarf, die Wettbewerbssituation, Vertragsbeziehungen, Rechtsformfragen, Form der Übergabe und viele andere Rahmenbedingungen hängen gar nicht oder nur bedingt vom Umsatz oder Gewinn ab.

Auch die richtige Bewertungsmethode und die genaue Kenntnis der aktuellen Branchendaten haben einen erheblichen Einfluss auf den Wert, so dass viele Wertermittlungen an der Realität in der Branche vorbeigehen, was Gespräche mit Interessenten erheblich erschweren kann.

Bei der Planung einer Betriebsübergabe, bzw. -übernahme ist professionelle und branchenerfahrene Hilfe ratsam, denn es geht für beide Seiten um viel Geld. Fehler bei der Wertermittlung, der Käufersuche, den Verhandlungen, den Bankgesprächen, der Vertragsgestaltung oder der Abwicklung können für den Käufer und Verkäufer schwerwiegende und teure Folgen haben.

Das Angebot an augenoptischen Betrieben, die zur Übernahme bereit stehen, ist insgesamt stabil, Dabei ist aber ein Überangebot an Betrieben bis ca. 300T Euro netto Jahresumsatz zu erkennen. Für Übernahmen von Betrieben in dieser Größenklassen kommen regelmäßig Existenzgründer in Frage und hier erschwert die restriktive Kreditgewährung der Banken die Finanzierung einer Betriebsübernahme. Die früher typische familieninterne Lösung ist aus diversen Gründen immer seltener zu realisieren.

Für Verkäufer als auch Käufer gibt es aber keinen Grund das Thema Betriebsveräußerung oder Nachfolgeregelung in der Familie zu verschieben. Bei den Käufern hilft das günstige Zinsniveau. Bei Verkäufern vor dem Rentenalter sollte das Thema zwingend auf die Tagesordnung.

Eine auf die Branche spezialisierte, kompetente und umfassende Nachfolge- und Übergabeberatung sowie eine Bewertung des Unternehmens erhalten Sie durch die AOS Augenoptiker Service GmbH. Diese verfügt auch über umfangreiche Kontakte zu Kauf-, bzw. Verkaufsinteressenten aus der Branche. Sie berät und unterstützt erfolgreich bei der Vermittlung des Geschäftes.



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