Am 24. Oktober 2019 hat der Bundestag einem Gesetzentwurf grünes Licht gegeben, der Änderungen für Auszubildende vorsieht – dem Berufsbildungsmodernisierungsgesetz. Ein wichtiger Punkt dieses Gesetztes: Eine Mindestvergütung für Auszubildende.

Ab 2020 sollen demnach Auszubildende im ersten Lehrjahr 515 Euro monatlich verdienen. 2021 soll der Betrag auf 550 Euro steigen, 2022 auf 585 Euro und 2023 auf 620 Euro. Ausgenommen von dieser Neuerung sind Branchen, in denen gesonderte Tarifvereinbarungen gelten.

Darüber hinaus wird eine Aufwertung der beruflichen Ausbildung angestrebt. Dies soll mit Zusatzbezeichnungen gewährleistet werden, die außerdem auch internationaler sind. So soll bspw. ein Meister zukünftig auch den Titel „Bachelor Professional“ führen können.

Weitere, auch für die Augenoptik relevante, Bestimmungen besagen, dass Betriebe den Auszubildenden künftig Fachliteratur als Ausbildungsmittel stellen müssen und Arbeitnehmer für deren ehrenamtliche Prüfertätigkeit freizustellen sind. Des Weiteren wird eine gesetzlich festgeschriebene, betriebliche Freistellung an Berufsschultagen sowie an Tagen vor schriftlichen Abschlussprüfungen eingeführt.

Der Bundesrat muss dem Gesetz noch zustimmen. Diese Zustimmung vorausgesetzt, soll es am 1. Januar 2020 in Kraft treten.



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