Vor zehn Jahren, am 15. Juni 2010, wurden in Bremen im Rahmen der Nationalen Sommerspiele von Special Olympics Deutschland (SOD) zwei Kooperationsvereinbarungen – mit der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und dem Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen (ZVA) – für das Gesundheitsprogramm Healthy Athletes von SOD unterzeichnet. Anlässlich dieses Jubiläums ziehen die Beteiligten eine überaus positive Bilanz ihrer Zusammenarbeit.

In der Umsetzung des gemeinsamen Zieles – der Verbesserung der Gesundheit von Menschen mit geistiger Behinderung – sei man entscheidend vorangekommen. Durch die Unterstützung der Bundeszahnärztekammer und des Zentralverbandes der Augenoptiker und Optometristen konnten die Special Olympics Gesundheitsprogramme „Special Smiles – Gesund im Mund“ und „Special Olympics Lions Clubs International Opening Eyes“ („Opening Eyes – Besser Sehen“) seit 2010 in Deutschland in großem Umfang mit einem Netzwerk zur Verbesserung der Mund- und Augengesundheit für Menschen mit geistiger Behinderung ausgebaut werden.

„Menschen mit geistiger Behinderung unterdrücken häufig Körpersignale oder können Dinge nicht immer klar aussprechen. Hier helfen die Experten und Expertinnen der Gesundheitsprogramme Special Smiles oder Opening Eyes. Sie unterstützen unsere Athletinnen und Athleten, führen einfühlsam die Untersuchungen durch und klären über den Gesundheitsstatus auf. Dann gibt es auch noch Tipps und Handlungsempfehlungen. Dass dies heute gelebte Normalität ist, haben wir auch den beiden Kooperationspartnern Bundeszahnärztekammer und Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen zu verdanken“, so Prof. Dr. Manfred Wegner, Vizepräsident SOD.

Das Special Olympics Programm „Opening Eyes – Besser Sehen“ bietet Untersuchungen der Sehkraft und der Augen an. Bei Bedarf werden, ermöglicht durch Sponsoring, kostenlos Brillen, Sport- oder Sonnenbrillen zur Verfügung gestellt. Thomas Truckenbrod, Präsident des Zentralverbandes der Augenoptiker und Optometristen: „80 bis 90 Prozent der Sinneseindrücke nehmen wir Menschen über die Augen wahr, bestmögliches und gesundes Sehen ist damit von entscheidender Bedeutung für die Teilnahme am Leben. Das gilt umso mehr, wenn bereits anderweitige Einschränkungen gegeben sind, seien sie körperlicher oder geistiger Art. Als ZVA sind wir sehr stolz und dankbar, als langjähriger Partner an diesem tollen und wichtigen Projekt mitwirken zu dürfen.“

In Kooperation mit dem ZVA wurden in den vergangenen zehn Jahren bei fünf nationalen Special Olympics Sommer- bzw. Winterspielen sowie bei 15 Veranstaltungen in Special Olympics Landesverbänden fast 6.000 Untersuchungen und Beratungen durchgeführt. Dabei wurden mehr als 4.300 Korrektionsbrillen und Sportbrillen mit Glasstärken sowie Sonnenbrillen verordnet und – ermöglicht durch Sponsoring – kostenlos an die Athletinnen und Athleten abgegeben. „Diese 6.000 Beratungen und Untersuchungen erfolgten mit Unterstützung von über 600 freiwilligen Augenoptikerinnen und Augenoptikern, Optometristinnen und Optometristen, Augenärztinnen und Augenärzten. Zum festen Team des Augenprograms gehören mittlerweile sechs Optometristen und ein Augenarzt in sieben Special Olympics Landesverbänden. Dies alles ist nur durch die engagierte Unterstützung des ZVA möglich geworden, für die wir anlässlich der zehnjährigen Kooperation herzlich danken“, sagt Optometrist Stefan Schwarz, Leiter (Clinical Director) des Augenprogramms „Opening Eyes – Besser Sehen“ von SOD.

Nach zehn Jahren erfolgreicher Kooperation erklären beide Organisationen, auch weiterhin gemeinsam mit dem SOD Gesundheitsprogramm intensiv auf die Umsetzung ihrer Ziele hinwirken zu wollen, die Vernetzung auszuweiten und die Zusammenarbeit zu intensivieren. Und das insbesondere auch als Unterstützer der Programme „Special Smiles – Gesund im Mund“ und „Opening Eyes – Besser Sehen“ bei den Special Olympics World Games Berlin 2023.



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