Die Bundesregierung möchte das Passgesetz ändern. Der Referentenentwurf aus dem Innenministerium sieht eine Änderung vor, die die Fälschungssicherheit von amtlichen Ausweispapieren erhöhen soll. Daher sollen Bürger für Dokumente nicht mehr wie seit Langem üblich, Passbilder, die beim Fotografen entstanden sind, nutzen dürfen. Vielmehr sollen die Bilder direkt im Amt gemacht werden. Dies soll Manipulationen der Bilder verhindern.

Diese geplanten Änderungen erzeugten viel Kritik. Besonders Fotografen sahen darin einen massiven Eingriff in ihr Geschäft und erwarteten dadurch Umsatzeinbußen. Auch einige Augenoptiker bieten ihren Kunden einen Passbildservice an, auch sie wären von den Neuerungen betroffen.

Heutigen Medienberichten zufolge rudert das Bundesinnenministerium zurück und möchte nun doch nicht vorschreiben, dass Passfotos nur noch im Amt aufgenommen werden dürfen. Das Ziel der erhöhten Fälschungssicherheit bleibe bestehen, Minister Seehofer habe aber betont, ihm sei wichtig, dass sich Bürger in Zukunft selbst entscheiden könnten, wo das Bild aufgenommen werde. Jetzt muss geklärt werden, wie zukünftig Bilder, die nicht vor Ort im Amt aufgenommen wurden, übermittelt werden können, so dass trotzdem die beabsichtigte Erhöhung des Sicherheitsstandards umgesetzt werden kann.



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