Fin Ronan Poll aus Mecklenburg-Vorpommern ist Deutschlands bester Nachwuchs-Augenoptiker 2025

Fin Ronan Poll aus Mecklenburg-Vorpommern ist Deutschlands bester Nachwuchs-Augenoptiker 2025

Stand 18.11.2025

Durch Zufall in den Beruf - jetzt bester Nachwuchsoptiker

 Fin Ronan Poll
Fin Ronan Poll

Die Stadt Karlsruhe, die auch als „Residenz des Rechts“ bekannt ist, wurde vergangenes Wochenende zur „Residenz der Augenoptik“. Dort fand am Samstag (15. November 2025) das Finale der diesjährigen Deutschen Meisterschaft im Augenoptiker-Handwerk statt. Am Abend stand fest: Fin Ronan Poll ist Deutschlands bester Nachwuchs-Augenoptiker! 

Alle Teilnehmer hatten sich zuvor durch die jeweils besten Gesellenprüfungen ihres Bundeslandes qualifiziert.

Dass Fin Ronan Poll eines Tages Deutschlands bester Nachwuchs-Augenoptiker ist, wäre dem 23-Jährigen zu Beginn seiner Ausbildung niemals in den Sinn gekommen. Umso dankbarer ist er im Rückblick über seinen Entschluss für die Augenoptik. „Ich hatte nach der Schule keine richtige Vorstellung, in welche Richtung ich gehen möchte. Die Inspiration kam durch einen guten Freund, der bereits eine Ausbildung in der Augenoptik begonnen hatte“. Im Aus- und Weiterbildungszentrum (AWZ) des Süddeutschen Augenoptiker- und Optometristen-Verbandes (SWAV), wo am 15. November der Wettbewerb zum Bundesentscheid stattfand, stach Fin unter den insgesamt zwölf Finalisten mit seinem Können hervor und überzeugte die 5-köpfige Jury. Am meisten gefällt ihm die Vielseitigkeit des Berufs. Der Bundessieger erhielt zudem den Sonderpreis „Gleitsichtexperte“ von Carl Zeiss Vision – verbunden mit einem Gutschein für ein Tagesseminar seiner Wahl. Seine Ausbildung absolvierte Poll bei Fielmann Greifswald, wo er noch eine Weile als Geselle weiterarbeiten wird, bevor er bald einen Meisterkurs belegen möchte.

Zweite Bundessiegerin ist Ruth Rebecca Maas aus Niedersachsen. Sie ist ebenfalls eher zufällig zur Augenoptik gekommen. Zwar ist sie seit ihrer Kindheit selbst Brillenträgerin, aber hätte nie gedacht, dass sie „mal auf der anderen Seite des Beratungstisches“ sitzt. Die 22-Jährige bezeichnet diese Entwicklung heute als „glückliche Fügung“. Maas hat ihre Ausbildung bei Kind Hörgeräte in Leer absolviert und plant nach ihrer derzeitigen Meisterausbildung direkt eine Weiterbildung zur Optometristin.

Stolze Drittplatzierte ist die 24-jährige Fabienne Latz aus dem Saarland. Sie absolvierte ihre Ausbildung bei Fielmann in St. Ingbert. Ihr bereitet der abwechslungsreiche Arbeitsalltag und insbesondere die Durchführung der Sehstärkenbestimmung sowie die Kundenberatung am meisten Freude.

Über den Sonderpreis „Die gute Form im Handwerk – Handwerker gestalten“ darf sich Noah-Constantin Jung aus Rheinland-Pfalz freuen. Erste Berührungspunkte mit der Augenoptikluft hatte er während eines Praktikums im Betrieb seines Onkels und auch in der späteren Ausbildung begeisterte ihn die Vielfältigkeit des Berufs. „Ich durfte immer alles ausprobieren, was mich interessiert hat!“ Vielleicht waren es genau diese Freiheiten, durch die der 21-Jährige an seiner Kreativität, Präzision sowie handwerklichem Geschick feilen konnte, um am Ende im Wettbewerb die beste randlose Brille zu gestalten. Jung absolvierte seine Ausbildung bei Optik am Rathaus in Rennerod und besucht derzeit die Meisterschule. Die beste Beratungsleistung einer Kundin mit Macula Erkrankung lieferte Samantha Samira Becker aus Bremen. Die Jury belohnte dies mit einem Gutschein für ein Low-Vision-Grundlagenseminar der Firma Schweizer. Becker absolvierte ihre Ausbildung bei Fielmann in Bremerhaven.

Quelle: Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen (ZVA); Bild ZVA/Peter Magner